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Lauffeuer:
Inhaltsbeschreibung
Gebannt schaute Paulus den Läufern beim Training
zu. Er vergaß fast die Arbeit an den Zelten. Runde für Runde drehten
sie. Konzentriert. Motiviert. Zielbewußt.
Wie wäre es , jetzt einmal selber auf der Laufbahn
zu laufen. Der Gedanke fesselte ihn. Wie wäre es, selber zu laufen. Er
als Läufer? Warum nicht? Der Gedanke wurde immer stärker. Paulus kannte
das schon. Gedanken, die zu einem inneren Befehl werden. Auch wenn es
noch so lächerlich wirkt. Er konnte sich nicht dagegen wehren. Er stand
auf. Ging zögernd zur Laufbahn. Legte alles Mögliche an Kleidung ab und
begann zu laufen. Die Athleten betrachteten ihn etwas verwundert. Was
treibt der neugierige Zeltmacher jetzt auf der Laufbahn? Aber in Korinth
ging man sehr gelassen mit den vielen seltsamen Type um. Schließlich war
ja auch genug Platz auf der Laufbahn. Aufmunternd grinsten sie ihm zu.
„Gar nicht schlecht für dein Alter.“ Paulus war stolz über ihre
Anerkennung. „Ich wollte es einfach einmal ausprobieren. Das Laufen ist
etwas ganz besonderes für mich.“ „Für uns auch“ sagten die Athleten, die
ihn jetzt ein Stück begleiteten. „Das Laufen ist ein großes Bild für
unser Leben. Wir alle sind unterwegs in unserem „Lebenslauf“. Es kommt
auf das Ziel an, das wir erreichen wollen.“ „Richtig“ sagten die
Athleten, es kommt auf den Lorbeerkranz an.“ „Nein, Nein, viel zu wenig.
Viel zu vergänglich. Es gibt ein größeres Ziel. Ein Ziel, für das sich
jeder Einsatz lohnt.“ „Davon möchten wir mehr hören. Wir laufen noch ein
Stück mit dir“. Mühsam beschrieb Paulus den Läufern das große Bild und
die Freude auf dem Weg zum Ziel. Er ärgerte sich, dass er nicht schon
eher mit dem Laufen begonnen hatte. Dann wäre er jetzt besser auf das
Gespräch während des Laufens vorbereitet und nicht so kurzatmig.
Das Buch handelt deshalb zunächst davon, was wir
über das Laufen wissen sollten. Von den ersten Schritten bis zum Einlauf
in das Ziel, dass sich der Läufer gesteckt hat. Ganz praktische Tipps
und viele Geschichte von einem Hobbyläufer für Hobbyläufer
Das Buch schlägt aber auch den Bogen zu den Dingen,
die wir vom Laufen lernen können. Es schildert das Bild vom Laufen, dass
Paulus so fasziniert hat.
Dieses Bild vom Laufen beschreibt den Weg zum Ziel.
Einen Weg, der unser Herz von Grund auf verändert. Einen Weg, der uns zu
einer Persönlichkeit werden lässt, die Christus immer ähnlicher werden
lässt. Dallas Willard erklärt das Grundmuster des Veränderungsprozesses,
den wir auf dem Weg zum Ziel durchmachen, als Zusammenspiel einer
Vision über ein Leben in der Gegenwart Gottes, einem festen
Vorsatz diese Vision zu verwirklichen und den Mittel und Wegen,
die diesen Vorsatz zur Tat werden lassen. Letztlich geht es bei dem
geistlichen Lauftraining um eine Einübung in ein Leben Gottes
Gegenwart.
Der so beschriebene Veränderungsprozess wird von
Gott angestoßen und liebevoll unterstützt. Er ist aber nicht ohne unsere
Veränderungsbereitschaft und Mitwirkung möglich. Wir müssen uns selber
aktiv danach ausstrecken.
Genauso genügt es nicht, nur über das Laufen zu
lesen und zu reden. Wir sollten es auch selber probieren. Aktiv werden.
Laufen macht Freude und lässt uns tiefer in das biblische Bild des
Glaubens eintauchen. Außerdem, wer weiß schon, in welchen Situationen
er gefragt wird, über sein Ziel zu berichten.
Selbstverständlich. Das Laufen ist kein
„Allheilmittel“ Es reicht nicht aus, nur zu laufen. Dann läuft man in
Gefahr, das wahre Ziel zu verpassen. Was nützt es, wenn man nur
körperlich fit ist. Das falsche Ziel bleibt das falsche Ziel. Es gehört
einfach zusammen: in Bewegung bleiben und das richtige Ziel vor Augen
haben.
So ist das Buch eine Anleitung zum Lauftraining
für Körper und Seele.
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